KLEINE + ASSOZIIERTE ARCHITEKTEN UND STADTPLANER BDA

Bauten für den KFZ-Handel, Industriebau und Gewerbebau

Niederlassung Hannover der BMW Group

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Der Umgang mit der gewachsenen städtebaulichen Struktur des Lister Kirchweg als Standort der Werksniederlassung eines Automobilherstellers ist eine architektonische Herausforderung. Die Anforderungen des Bauherrn an Funktionalität und architektonisches Erscheinungsbild müssen in einem Umfeld gelöst werden, das am Übergang von einem geschlossenen, lebendigen Wohnumfeld zu einem Mischgebiet mit Gewerbe- und Grünflächen eine sehr heterogene Struktur aufweist. Der Marktauftritt eines Automobilherstellers wird entscheidend von der Kommunikation und dem Erscheinungsbild von Markt und Unternehmen geprägt. Das Ziel, das sich daraus auch für die Architektur des Gebäudes ableitet, ist die Identität des Gebäudes klar und unmißverständlich zur Geltung zu bringen. Transparenz und Leichtigkeit des Gebäudes unterstützen das Bestreben des Unternehmens, Offenheit und Kommunikations-bereitschaft nach außen und innen zu signalisieren. Die konsequente Planung von außen nach innen und umgekehrt erfüllt auch die Wünsche der Niederlassung, die damit den Bedürfnissen ihrer Kunden entsprechen will: Für den Besucher soll durch umlaufende Arkaden schon das Ausstellungs-erlebnis durch einen 'Schaufensterbummel' von außen signalisiert werden. Die Arkade wird durch ein Überdach definiert, das sich über die zweigeschossige Gebrauchtwagenhalle schiebt und sich als markanter und zeichenhafter Baukörper an den Lister Kirchweg stellt. Von hier führt eine fußläufige Aktionspassage mit wellenartigem Vordach in das Herz der Anlage. Die Hauptzufahrt erfolgt vom Mengendamm über einen klar gegliederten und übersichtlichen Parkplatz. Ein weiterer Funktionsablauf ist der Weg des Automobils über den Vorplatz durch die Diagnose und Annahmeplätze in die übersichtliche und einsehbare Werkstatt. Die klare Übersichtlichkeit, inszenierte Wege und verständliche Funktionsabläufe geben dem Kunden ein Gefühl der Orientierung. Hier findet man sich auf Anhieb zurecht. Dieser Eindruck wird im Inneren noch gefördert. Vom zentralen Empfangsbereich mit dem Counter erschließt sich für den Kunden mit einem Blick die gesamte räumliche Situation und funktionale Zuordnung. Zusammen mit der Firma Vitra ist für die Niederlassung ein neues Einrichtungsprogramm entwickelt worden, das als Element zukünftiger CI-Vorstellungen in diesem Gebäude den passenden Rahmen erhält. Die Harmonie von Material, Farbe und Licht machen den Besuch zu jeder Tageszeit zu einem visuellen Erlebnis.


Nachnutzung der Hanomag-U-Boothalle zu einem Neu- und Gebrauchtwagenzentrum

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Vorentwurf 2007
Die Konzeption seiht zwei Entwürfe vor:
Entwurf I: Das Konzept sieht eine Vernetzung von Wegen vor, die die Ausstellungsfläche gliedern. Der Weg führt entlang der Präsentationsbereiche durch die Halle, wobei er sich verjüngt und zu Plätzen aufweitet. Die Plätze fungieren als Kommunikations- und Veranstaltungsbereiche (z.B. Auktion). Sie dienen der Orientierung und lassen vielseitige Blickbeziehungen zu. Es entstehen eigenständige Ausstellungsbereiche mit unterschiedlichen Inhalten. Die Produkte können nach Themenbereichen (z.B. Sport, Familie, Off-Road, Nutzfahrzeuge Kleinwagen und Cabrio) oder Herstellern gruppiert werden. Eine Ordnung nach Preisklassen ist ebenfalls denkbar. Das Konzept kann in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Dieser Themenbereich fügt sich in die Süd-Ost-Ecke des Bestands ein. Er bleibt im Erdgeschoss innerhalb des Bestands und durchstößt im Obergeschoss die Ostfassade. Somit entsteht ein Blickfang an der repräsentativsten Ecke des Grundstücks. Das Galeriegeschoss (Ausstellung und Café) bietet nicht nur einen besonderen Ausblick, sondern ermöglicht auch einen Überblick über die gesamte Ausstellung im inneren. Die Bereiche, die im Plan blau dargestellt sind, lassen sich in weiteren Abschnitten hinzufügen. Zur weiteren Zonierung der Themenbereiche sind Wände angedacht, die in ihrer Höhenentwicklungen, Materialität und Funktion flexibel einsetzbar sind (z.B. Werbe- oder Projektionsfläche).
Entwurf II: Das Konzept sieht eine stringente Achse durch die Halle („Tube“) vor. Die Tube verzahnt sich mit den unterschiedlichen Markenbereichen der Automobilmarken und versteht sich als Marktplatz. In den an die „Tube“ angedockten Markenboxen ist die jweilige Markenwelt präsent. Hier wird der Kunde direkt angesprochen. Die Produkte können nach Themenbereichen (z.B. Sport, Familie, Off-Road, Nutzfahrzeuge Kleinwagen und Cabrio) oder Herstellern gruppiert werden. Eine Ordnung nach Preisklassen ist ebenfalls denkbar. Ein markenübergreigfender Werkstattbereich sorgt für die Serviceleistungen, während der Kunde sich über die Modellangebote informiert. Eine zentrale Präsentationsfläche mit Auslieferungszone gewährleistet wertiges Übergabeambiente für den Kunden. Oberhalb der Übergabeflächen ist eine öffentliche Gastronomie angeordnet, die ergänzt werden kann durch Verkaufsbereiche für Automibilia allgemein. So entsteht ein Ort für Enthusiasten. Das Konzept kann in mehreren Bauabschnitten realisiert werden.


Niederlassung Stuttgart der BMW AG, Pragstrasse

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Vorentwurf 1995
Die Konzeption auf dem Grundstück Pragstraße wird durch folgende Überlegungen bestimmt:
Erhaltung und Integration der beiden großen Kastanien direkt an der Pragstraße. Alte Bäume schaffen Atmosphäre und Raum. Abstaffelung der Baukörper, Freiflächen und Einfahrten mit der Topografie und Vermeidung von Bereichen unter Geländeniveau. Atmosphärische Einbeziehung des Rosenstein-Parks in die Konzeption und damit in die Ausstellungsflächen (BMW am Rosenstein-Park). Die Ausstellungsebene ist leicht angehoben und bleibt über die gesamte Länge im Blickfeld der Fußgänger und Autofahrer auf der Pragstraße. Die Hauptzufahrt führt von der Pragstraße auf einen zentralen Kundenparkplatz, von dem aus auf einen Blick alle wichtigen Funktionen einsehbar und zugänglich sind (keine Hinterhofsituation). Gleichzeitig ist von allen Innenbereichen der zentrale Bereich immer im Blickfeld. Straßenbegleitende Bebauung, Fortsetzung der Blockstruktur und Aufnahme des städtebaulichen Maßstabes (2./3. BA). Die Baukörper gruppieren sich entlang der Grundstücksgrenze und schaffen einen großzügigen Innenraum (Mauermotiv, keine Restflächen mit abgestellten Autos und Zäunen an den Straßen). Drei eindeutige Funktionsebenen entwickeln sich mit der Topografie: Nur eine Ausstellungsebene (NA, GA, überdachte Abstellplätze), Kundenzone / Teilelager, Werkstattbereich / Teilelager. Alle Bereiche werden der Topografie folgend über den zentralen Kundenparkplatz miteinander verbunden. Die Ebene der Kundenzone mit ihrem Luftraum vermittelt zwischen den Ausstellungsbereichen und Werkstattbereichen. Die Konzeption entwickelt zwei unterschiedliche räumliche Situationen, die sich untereinander verweben: Zum einen den zentralen Raum auf der Ebene der Kundenzone und der Werkstatt. Dieser Raum schafft Übersichtlichkeit und Orientierung und verdeutlicht durch seine Introvertiertheit die Verknüpfung der Funktionen. Der Betrieb zeigt hioer bewußt auch seine "Rückseite". Zum anderen einen offenen Raum mit den beiden flankierenden Ausstellungsräumen, die sich zum zentralen Bereich hin orientieren. Gleichzeitig öfnet sich die Anlage zur Pragstraße und bekommt durch ihre Großzügigkeit und Leichtigkeit die gewünschte Zeichenhaftigkeit.


Motorpark Lohne, Lohne-Dinklage

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Projekt 2001
Der Neubau bewirkt durch seine Stellung und klare Gestalt eine markante Ausprägung der Eingangssituation zum neuen Gewerbegebiet in Lohne-Dinklage. Unterschiedliche Nutzungen mit den verbundenen Organisationsabläufen sollen in einem monolithischen Körper miteinander korrespondieren. Neben einer Tankanlage überregionaler Bedeutung umfasst das Raumprogramm Gastronomie, eine Porsche-Vertretung mit angegliedertem Rennsport-Team und entsprechenden Werkstätten, einen Reifenhandel und eine Dekra-Station. Im Obergeschoss befindet sich zusätzlich noch eine Spielhalle mit zwei Lizenzen. Eine optimale Vernetzung der Nutzungen sorgt für geringe Verkehrsflächen die als Aktionsflächen für Aktivitäten der einzelnen Nutzer dienen. So wird an Wochenenden vom Rennsportteam ein fahrdynamisches Trainig auf dem benachbarten LKW-Parkplatz angeboten. Eine parallel stattfindende Rennsportaktion im zentralen Marketingbereich sorgt für Besucher der Gastronomie und definiert Erlebnisgastronomie neu. Dazu ist die kompakte Gebäudeform Voraussetzung für eine geringstmögliche Fassadenfläche und damit optimale energetische Ergebnisse. Die Verkehrs-planung im Freibereich ist auf konsequente Trennung von LKW- und PKW-Verkehr sowie auf kreuzungsfreie Abläufe hin optimiert. Die Verwendung von industriebautypischen Materialien (Stahlbau/Gasbeton/Aluminiumwelle) in anspruchsvoller Detaillierung sorgt für optimierte Kostenwerte. In diesem Entwurf zeigt sich, daß komplizierte Funktionsabläufe und enge Kostenrahmen nicht im Widerspruch zu individueller und signitikanter Architektur stehen.
In Zusammenarbeit mit Christian Boes und Bodo Gützlag


Fabrikationshalle mit Verwaltung der Docter Optics, Neustadt a. d. Orla/Molbitz

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Entwurf 1997
Der Baukörper ist kompakt und klar gegliedert und folgt der Topographie parallel um somit das Grundstück optimal zu nutzen. Die straffe Gebäudeform wirkt in dem sehr heterogenen Gewerbegebiet wohltuend ruhig, gleichwohl wird dem Zentralbereich die CI der Firmendarstellung unaufdringlich unterlegt. Von einem zentral angeordneten Einfahrtstor aus werden die verschiedenen Bereiche getrennt und übersichtlich erschlossen. Die PKW-Einstellplätze für Mitarbeiter und Besucher sind bedarfsweise durch eine Vergrößerung des Grundstücks nach Süden erweiterbar. Vor dem zentralen Zugang befindet sich ein sichel-förmiges Wasserbecken in Verbindung mit Stegen und dem signifikanten Lichtturm. Letzterer steigert seine Wikung durch die Spiegelungen in der Wasserfläche.


Neubau des Autohaus Vick in Reinfeld bei Hamburg

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Der Neubau des Autohauses Vick in Reinfeld wurde notwendig wegen des Umzuges aus der gewachsenen, auf zwei Liegenschaften verteilten Lage im Ortskern Reinfelds in ein neues Gewerbegebiet nahe der A2 HH-HL. Es handelt sich um einen vollständigen Neubau mit Werkstatt, Teilelager und Neuwagenausstellung. Das Grundstück verfügt über zwei Zu- und Abfahrten, so dass der Kundenverkehr optimal trotz relativ kleinen Grundstücks zu realisieren war. Der Ausstellungsraum ist zweigeschossig konzipiert, so dass alle Bereiche optimal übersichtlich sind und der Kunde eine höchstmögliche Orientierung erfährt. Neuwagenverkauf, Serviceannahme und Teileverkauf sind eng benachbart, wodurch die Ansprechbarkeit des Kunden in jeder Beziehung gewährleistet ist.


weitere Projekte als pdf-datei...

Despa Georgstraße 52, Umbau Verwaltungsgebäude und Läden

Georgsbuchhandlung, Hannover

Gutachten Stadtwerke Münster


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