KLEINE + ASSOZIIERTE ARCHITEKTEN UND STADTPLANER BDA

Verwaltungs- / Bürobau


Erweiterung der Bezirksregierung Hannover

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Realisierungswettbewerb 1990 1. Preis
Der Neubau bewirkt durch seine Stellung und klare Gestalt eine markante Ausprägung der Eingangssituation zur Stadt. Zum Süden hin steht der Baukörper wie ein Fenster in einem spannungsreichen Dialog mit dem unbeeinträchtigten Ihme-Gürtel. Der Waterlooplatz im Norden erfährt von der Stadt her gesehen eine willkommene rückwärtige Kulisse, die auch die südliche Begrenzung des Regierungsviertels darstellt. Das vorgeschlagene Baukonzept läßt planerisch uneingeschränkt Raum für die Entwicklung auf dem Grundstück des P+R Parkplatzes und in der Umgebung (Sportarena). Das vorhandene Verkehrskonzept bleibt bestehen. Der ruhende Verkehr verliert lediglich im Bereich des Betriebshofes wenige Einstellplätze, während der P + R Parkplatz unangetastet bleibt. Die unveränderte Erschließungsstruktur des Altbaus erlaubt für den fußläufigen Verkehr eine optimale Auffindbarkeit der Raumgruppen. Die Neubauteile sind über nur zwei Vertikalknoten auf kurzem Weg klar erschlossen. Die Dezernate sind der Erschließung im Sinne eines übersichtlichen Wegweisersystems zugeordnet. Die konsequent zweibündige Anlage schafft gleichwertige Büroraumqualität und bewirkt günstige Flächenverhältnisse unterhalb der Richtwerte. Der Vorteil der geschoßweisen Anbindung wiegt die dem Altbau entnommene Geschoßhöhe von 3.10m auf.
Das Tragwerk der Brücke besteht aus einem Stahlskelett mit einem Vierendeel-Träger im Bereich Überbauung. Somit erlaubt die Konstruktion eine Nutzung der Bürobereiche ohne Zwänge durch Mittelstützen. Das Konstruktionsprinzip in Kombination mit dem Planungskonzept gewährleistet eine kurze und störungsfreie Bauphase. Die Fassade in Structural-Glazing-Konstruktion besteht aus Sonnenschutz-Verglasung im Fenster- und Brüstungspaneelbereich und aus fein geschliffenen Edelstahlblechen als Decken- und Stützenverkleidung. Die 'entmaterialisierte' und neutrale Fassade des Neubaus steht in bewußtem Kontrast zu der vorhandenen Gebäudeausformung. Die Klarheit des geplanten Baukörpers dominiert angemessen die Vielfalt der vorhandenen Baustruktur.

Vorstandsbereich der SCOR-Rückversicherung - Umbau

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Projekt 2004
Der aus den 60er Jahren stammende Vorstandsbereich der
SCOR Rückversicherungsactiengesellschaft sollte den aktuellen Anforderungen angepasst werden.
Neben einer fugenlosen (!) Kühl-Akustikdecke benötigt der Vorstand
einen Multimedia-Konferenzbereich zum Abhalten weltweiter Videokonferenzen.
Neben diesen Vorgaben war ein sehr enges Budget und eine äußerst knapp bemessene Bauzeit in das Lastenheft geschrieben.
Die komplizierte Struktur des Gebäudes verlangt nach großer Transparenz um in die innere Wartezone ausreichend Tageslicht fließen zu lassen. Im Planungsprozeß mussten Kompromisse in Kauf genommen werden, um den Schallschutzanforderungen an den Konferenzbereich gerecht zu werden. Hierfür wurden Schiebetüren mit erhöhtem Schallschutz entwickelt, die von den jeweils angegliederten Vorstandsbüros und von der Foyerzone in den Konferenzbereich führen. Das Tageslicht wir über Wandschlitze in der Wand zum Konferenzraum und über Glasschiebetüren zwischen Empfang, Doku-Center und Assistenzbüros in den Foyerbereich geführt.
So gelingt trotz aller Ansprüche eine tageslichtbetonte Atmosphäre.
Eine klare kubisch gehaltene Möblierung integriert sich wohltuend in die Architektur.
Ein weiteres technisches Highligt ist die Projektionswand, die aufgrund der räumlichen Situation aus der homogenen Wandfläche in die Raumlängsachse vor den Zugang zu einem Vorstandsbüro fährt. Dieser Zugang wird automatisch gesperrt.
Die Projektionstechnik und die umfangreiche Mikrofonsteuerung ist in dem Akustiksegel oberhalb des Konferenztisches unsichtbar integriert.
Das zum geflügelten Wort avancierte Bauherrenzitat „Ich bin Mathematiker!“ forderte in Planung und Ausführung größte Akuratesse und minimale Toleranzen. Sämtliche Bauherrenentscheidungen in räumlichen Fragen wurden durch Visualisierungen unterstützt.

Stadtsparkasse Hannover - Filiale Misburg 1992-1993

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Bei diesem Erweiterungsbau handelt es sich um einen bewußt in den Straßenraum geschobenen, transparenten Körper. Eine durchgehende verglaste Fuge trennt Neu von Alt erlebbar. Die begrünten Dachflächen tragen zur Qualität der Räume im 1.OG wie zum ausgeglichenen Klima in der Schalterhalle bei. Die langgestreckte filigrane Signifikanz des klar vom Baukörper getrennten Vordaches steht in einem spannungsreichen Dialog mit dem massiven Altbaukomplex. Der kontrastierende Wechsel von geschlossener zu transparenter Fassade bewirkt eine klare Definition der Zugangssituation für den Kunden. Die Zweigstelle hat trotz Vergrößerung gleichzeitig hellere Räume gewonnen.



Wilkhahn Planung zur EXPO 2000 Bad Münder

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Entwurf 1999 / Realisierung steht aus
Im Zuge der Vorbereitungen zur EXPO 2000 möchte der Büromöbelhersteller Wilkhahn das “alte” Verwaltungsgebäude des Architekten Herbert Hirche zu einem Produktmuseum umnutzen. Einhergehen mit der Maßnahme soll eine Gestaltung des Zugangsbereiches, um einerseits den Gästen einen klaren Eingang zu bieten, andererseits dem Gelände mit den äußerst bekannten Produktionshallen von Frei Otto und Thomas Herzog eine Arrondierung zu geben. Der Entwurf sieht eine signifikante Überdachung vor, die dem Hirche-Gebäude neben der Maßstäblichkeit zur benachbarten Architektur einen dringend benötigten Wetterschutz gibt. Das zweite korrespondierende Element besteht aus einer Glas-wand, die der Topografie entsprechend in die Erde abtaucht und somit gleichsam der Produktionshalle entspringt. Hier werden auf einem Endloslaufband die Sitzmöbel der aktuellen Produktion in Bewegung gezeigt.




Gemeinde-Unfallversicherungsverband Sachsen-Anhalt, Zerbst

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Das Baugrundstück liegt am Ende der vorhandenen Blockrandbebauung der Käsperstraße und ist extrem in die Tiefe entwickelt. An der Straße wird mit dem traufständigen Neubau in Höhenentwicklung und Maßstab der dem Anspruch des Bauherrn angemessene Schlußpunkt gesetzt. Dieser Baukörper mit Satteldach erfährt in der Tiefe des Grundstücks eine Wiederholung durch einen parallel gestellten gleichartigen Trakt, der durch Verbindungsbauten unterschiedlicher Höhe angeschlossen ist. Auf diese Weise entstehen zwei reizvolle Innenhöfe unterschiedlichen Charakters. Die Gesamtanlage ist fußläufig von der Käsperstraße erschlossen; PKW- und Fahrradeinstellplätze sind im rückwärtigen Bereich bzw. in der Tiefgarage ausgewiesen. Das Gebäude steht auf einer weißen Wanne und hat in den Normalgeschossen äußere Stahlbetonwände mit (vorwiegender) Lochfassade, die einen weißen Außenputz auf Wärmedämmung erhält. Die Stahlbeton-Fertigteildecken werden in den Innenbereichen auf Stahlbetonunterzüge aufgelegt, die auf Stahlbetonstützen liegen. Die Holz-Aluminiumfenster sind außen grau spritzlackiert und innen weiß gestrichen. Nichttragende Umschließungswände der Räume werden im Regelfall in Gipskarton-Ständerwandkonstruktion ausgeführt. Zimmertüren sind als furnierte Spanplatten in Stahlzarge geplant. Die Fußböden der Halle, der Treppenhäuser und Teilbereiche der Flure werden in Stein ausgeführt; die Beläge der Büroräume sind in Teppich vorgesehen. Die beiden Trakte mit Satteldach erhalten graue Biberschwanzdeckung, während die Flachdach-bereiche vorwiegend extensive Begrünung aufweisen.




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