KLEINE + ASSOZIIERTE ARCHITEKTEN UND STADTPLANER BDA

Wohnbauten

Wohnhaus "DresD" in Hannover

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Das Wohnhaus entstand in den 50er Jahren als Ensemble zusammen mit dem Wohnhaus des ehemaligen Stadtbaurates Prof. Rudolf Hillebrecht. Der Architekt Seewald baute um einen intimen Innenhof Wohnhaus und Büro. Die Gartenfläche ist teilweise gemeinschaftlich genutzt, da durch die beiden Blickachsen der Wohnhäuser Hillebrecht und Seewald keinerlei gegenseitige Störung möglich war. Beide Wohnhäuser und das Büro stehen unter Denkmalschutz.
Der behutsame Umbau des Wohnhauses Seewald sollte einer Familie mit drei Kindern Rechnung tragen. Daher wurde -als wesentliche Änderung- der Küchenbereich in den Wohn-Essbereich integriert und an der Stelle der ehemaligen Küche ein Elternbad vorgesehen. Das Elternbad verfügt über ein als Solitär ausgebildeten zentralen zweiseitigen Waschtischbereich, der -diagonal eingestellt- einen quadratischen Duschbereich abtrennt. So gelang es, auf 9 qm die Wunschvorstellung nach zwei Waschtischen, einer Dusche und ein WC zu realisieren. Rekonstruierte Fenster in der Ursprungsausführung sorgen für ein
ungestörtes Originalensemble.


Wohnhaus "H" am Kanal in Hannover

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Das vorgegebene Grundstück befindet sich in einer Kleingartenkolonie direkt an das Ufer des Mittellandkanals anschließend im Stadtteil List. Die recht kleine Parzellengröße erforderte eine exakte Ausnutzung der Grenzabstände in alle Richtungen. Die innenräumliche Ausrichtung erfolgt nach Süden zum Kanal hin. Der im Obergeschoss befindliche Wohnbereich verfügt über eine Galerie mit Arbeitsbereich, ein großzügiger Luftraum gewährleistet einen phantastischen Blick auf die ruhig vorbeiziehenden Kanalschiffe. Ebenerdig zum Garten ist der Küchen- und Essbereich gelegen, so dass die Terrasse zum häuslichen Bereich unmittelbar zugehörig ist. Farbigkeit ist ausschließlich dem Torfbrand-Klinker (Wittmunder) vorbehalten. Zinkblech bildet den angenehmen Kontrast. Liebe Christina, lieber Bernd: Wir freuen uns, noch heute mit Euch im Frühjahr Cabrio zu fahren!



Wohnhaus"P" in Hannover

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Ausgangsbasis für den Umbau war ein kleines Siedlungshaus in sogenannter „Hinterlieger-Position“. Der Bestand orientierte sich mehr am falsch ver-standenen Bauernhaus, denn an einem Wohnhaus in attraktiver Stadtrandlage. Umso mehr verfügt das Grundstück über unverwechselbare Qualitäten: Es handelt sich um ein etwa dreihundert Meter langes, gleichwohl schmales Grundstück mit unverbaubarem Blick in die Tiefe. Hinzu kommt ein prächtiger Baumbestand in Form einer als Solitär gewachsenen Kastanie. Diese Qualitäten bewogen die Bauherren trotz der fragwürdigen Gebäudesubstanz zu Recht zum spontanen Kauf. Basierend auf den Grundstücksqualitäten wurde ein Konzept mit achsialer Orientierung des neuen Wohnzimmers über Holzterrasse und langgestrecktem Wasserbecken hin zur Kastanie und zur Tiefe des Grundstücks entwickelt. Diese Ausrichtung gibt der Küche einen geborgenen großzügigen Außenbereich in der geschützten Gebäudeecke. Oberhalb des Wohnzimmers im Obergeschoß ist der Schlafbereich der Eltern mit Blick in die Grundstückstiefe angeordnet. Der Pultdachversatz erlaubt aus dem Bett einen ungestörten Blick in den nächtlichen Sternenhimmel. Eine neue Zinkblecheindeckung hebt jegliche Verwandschaft mit der Ausgangssubstanz auf. So stellt sich der Umbau auch äußerlich als vollständiger Neubau dar. Offene Wohngrundrisse mit Schiebeelementen und akzentuierte Schlitzen prägen das Innere im Erdgeschoss. Und ganz persönlich: Liebe E.-M.: Die Deinerseits so ungeliebte Holzkonstruktion über dem Freisitz vor der Küche ist doch gut! Ich danke Dir von Herzen!



Wohnung "K" in Hannover

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Ausgangssituation für diesen Umbau war die Anmietung einer frei gewordenen Büroetage mit Einzelbüros in zentraler Lage in Hannover. Bemerkenswert an der Situation ist eine 14m lange Balkonfront südgerichtet mit Blick auf die Leine und in den dazugehörigen Grüngürtel. Abweichend vom Wunsch der Bewohner nach hohen Räumen (nur 2,40m waren hier im Lichten gegeben!), wurde in der Alternative die Länge des Blickes zum Thema. Sowohl in Form der extrovertierten Beziehungen, als auch in Bezug auf die introvertierten Bezüge. So entstand ein variabeler Grundriss, der die Hauptbereiche Wohnen, Essen und Schlafen durch Raumtrennelemente zu einem fließenden Kontinuum addiert. Je nach Situation verwehren die transluszenten mit Glasgewebe versehenen Schiebeelemente den Blick oder lassen eine Enfilade erlebbar werden. Dem Wunsch, mit Kunst an den Wänden zu leben, wurde mit den Raumteilelementen Rechnung getragen. Die dem Esszimmer zugeordnete Küche entspricht dem kommunikativen Leben der bewohnenden Familie. Die Orientierung der Balkonfront nach Süden sorgt gleichermaßen für Morgensonne im Schlafbereich, wie auch für Sonnenuntergangserlebnisse im Wohnbereich.



Wohnhaus "K" in Hollige

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2. Entwurf / Projekt 2002
Der Entwurf ergänzt eine vorhandene Remise zu einer für die Situation in einem gewachsenen Dorf typischen Hofanlage. Mit der Thematisierung einer "Bücherwand" wird nicht nur das Wohnhaus in zwei Bereiche unterschiedlicher Privatheit geteilt, es wird auch das langgestreckte Grundstück in seiner steigenden Privatheit erlebbar. Der Bauherr lebt -als leidenschaftlicher Literatur- und Buchfreund- mit seinen Büchern. Daraus resultiert der Entwurfsgedanke, ihm sämtliche Teile der umfassenden Bibliothek in der Bücherwand unmittelbar zugäglich zu halten. Zwei Materialien stehen im Kontrast zueinander: Die Buchwand als archaisch in Torfbrandklinker gemauerte Wand und die beiden Wohnhaushälften vollständig als Holzskelettbau konzipiert. Lediglich das flach geneigte Dach nimmt ein zusätzliches drittes Material auf: Zinkblech Die einzelnen Inneraumbereiche nehmen direkten Bezug zu dem landschaftlich außerordentlich reizvollem Umfeld auf. Ein durchgehendes Konstruktionsraster sorgt für kostensenkende industrielle Vorfertigungsmöglichkeiten. Die Außenraumplanung trägt den landschaftlichen Gegebenheiten Rechnung und thematisiert den vorhandenen Teich mit dem Bachlauf, steigert die topographische Situation und bindet die strenge Gesamtkonzeption unauf-dringlich zusammen.


Wohnhaus"S" in Algermissen

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Projekt 1996
Das Haus steht in einem neu erschlossenen Siedlungsgebiet, welches sich durch nichts von den gewöhnlichen Siedlungsgebieten mit “Fertighäusern” unterscheidet. Aus beruflichen Gründen an den Ort gebunden fiel dem Bauherren die Entscheidung für das Grundstück zunächst schwer. Die Hoffnung, mit einem Architekten “mehr” daraus machen zu können, führte den Bauherren zu uns. Das langgestreckte Grundstück mit Süd-Ost und Nord-West Lage und die Randbedingungen des Bebauungsplanes waren für uns eine Herausforderung. Der Kontext wird auf dem Grundstück neu definiert. Das Haus ordnet sich in eine Abfolge (Schichtung) von Räumen, die in einem spannungsvollen Verhältnis von Innen und Außen stehen: Öffentliche Straße, Grünstreifen, Mauer, Hof (mit Baum), Haus (mit offenem Grundriß), Terrasse, Wiese und Wäldchen. Das Haus steht im Spannungsverhältnis zwischen steinernem Hof und Garten, Morgen-/Mittagssonne im Garten und Abendsonne im steinernen Hof. Das Grundstück mit seinen außenräumlichen Qualitäten in seier ganzen Dimension und Tiefe innen und außen an jeder Stelle zu erfahren ist eine Zielvorstellung. Außen- und Innenräume sollen verschmelzen. Im Erdgeschoß lebt das Haus durch den offenen Grundriß: Wohnen, Essen, Küche gehen mit Rückzugsbereichen räumlich ineinander über. Ein zentraler Serviceblock mit großzügigem Windfang, Garderobe, WC, Abstellraum und lichter Kellertreppe ist vorgeschaltet. Eine Wohntreppe mit Luftraum führt ins Obergeschoß. Dort befinden sich vier gleich große Schlafräume und ein zentrales Bad mit Ankleide über dem Serviceblock. Das in konventioneller Massivbauweise mit Thermoputz zu errichtende Haus wird innen schlicht in weiß (mit Parkettfußboden) ausgeführt; außen wird die Großzügigkeit durch die Farbigkeit (erdfarben) von Haus, umgebende Mauern und Garage angestrebt.




Wohnhäuser im Seelhorster Garten, Hannover


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Entwurf 1997
Die Umnutzung von "Bahlsens Obstgärten" zu einem hochwertigen Wohnquartier erforderte für den Bereich hochwertiger Einfamilienhausbebauung den Entwurf unterschiedlicher Haustypen, um einer unvereinbaren Heterogenität zu entgehen. Fünf Architekten wurden beauftragt, Typenhäuser unterschiedlicher Größen zu entwickeln. Unsere Überlegungen führten zu der Überzeugung, eine Architekturgrammatik zu entwickeln, die den unterschiedlichen Anforderungen an Fläche, Funktion und Material im Hinblick auf eine homogene Heterogenität spielerisch erfüllt. Damit waren Vorgaben zur Grundstücksdisposition erforderlich, wie auch die Vorgabe struktureller Raumelemente. Diese Strukturen bilden den gemeinsamen Nenner der Nachbarschaft, des Quartiers. Ökologische Elemente (Passivenergie, Speichermasse), funktionale Elemente (Installationswand) und konstruktive Elemente (Rahmenbau) sorgen für flexibele Nutzungen während der Planungsphase und der Nutzungsphase. Sich ändernden Anforderungen kann in jeder Beziehung Rechnung getragen werden. Materialvorlieben der Bauherren können vollständig Berücksichtigung finden, ohne den Kontext zu stören. Büronutzungen und/oder Einliegerwohnungen sind integrierbar oder oder später zu separieren (Generationenhaus). Ein durchgehendes Raster sorgt für die Möglichkeit weitgehender Vorfabrikation, wie auch die architektonische Einbbindung der Garagenboxen durchaus formal den Einsatz von Fertiggaragen zuläßt.



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